Bremens Schnoor Viertel – Ein Ausflug in die Vergangenheit

Schnoor Viertel Bremen Ausflugstipp

Märchenhaft und urgemütlich sieht es aus, wenn man durch Bremens wunderschönes Schnoor-Viertel schlendert. Das mittelalterliche Gängeviertel in Bremes Altstadt verzaubert seine Besucher vor allem mit dem Uralt-Charme, den die schmalen Gassen und kleinen Fachwerkhäuser noch verstärken. Während vor einigen hundert Jahren noch Flussfischer und Schiffer im Schnoor zuhause waren, locken heute vor allem Galerien, Cafés und Restaurants in das hübsche Bremer Viertel.

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Im Mittelalter war das Schnoorviertel übrigens das Zentrum für Schiffhandwerker – sie stellten dort vorranging Taue und Seile her, weshalb das Viertel auch den Namen „Schnoor“ (niederdeutsch für „Schnur“) bekommen hat. Die dort ansässigen Fischer und Schiffer profitierten außerdem davon, dass die Balge, ein Seitenarm der Weser, direkt durch das Schnoorviertel hindurch floss. Zur damaligen Zeit war dieses Gewässer noch der Hauptstrom der Stadt. Über die Jahrhunderte hinweg versandete dei Balge jedoch und der ursprüngliche Nebenfluss – die Weser – wurde zu Bremens Hauptgewässer. Wer heute durch das Schnoorviertel spaziert, der findet teilweise Straßennamen und in den Boden eingelassene Tafeln, die an die Balge erinnern.

Wer mal so richtig tief in die Bremer Geschichte eintauchen möchte, der sollte sich die ältesten erhaltenen Häuser im Schnoor ansehen – dies sind das Haus Schnoor 15 (Brasilhaus) von 1402 und das Packhaus Schnoor 2 von 1401. Manche der Häuser im Schnoorviertel sind auch Nachbauten nach historischen Vorlagen oder bestehen nur aus Fassaden, die ehemals an anderer Stelle standen. Solche Relikte der Vergangenheit sind vor allem die Teestube (in der Wüstestätte 1) und das Amtsfischerhaus. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind dagegen noch viele Häuser erhalten, so dass ihr beim Wandern durch die Gassen wirklich ein wenig in der Vergangenheit versinken könnt.

Wenn Ihr Euch die Straßennamen im Bremer Schnoor anseht, könnt ihr prima ableiten, was vor einigen Hundert Jahren dort mal gewesen sein könnte. Am Stavendamm (Stave ist das plattdeutsche Wort für „Stube“) war beispielsweise die erste öffentliche Badestube.

Wandeln auf dem Geschichtspfad oder einfach in romantischer Atmosphäre ein Eis oder einen Kaffee genießen – wir wünschen Euch viel Spaß im Schnoor!

Mehr Informationen findet Ihr auf der Webseite des Schnoor Viertels.

So findet ihr das Schnoor Viertel:

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